Freitags-Früchtchen: Rambutan

Freitags-Früchtchen: Rambutan

Auf den ersten Blick erinnert sie mit ihren weichen Stacheln an eine Esskastanie, doch öffnet man die kleine Kapsel, kommt wie aus dem Ei gepellt eine glatte, ovale Frucht herausgekullert: die Rambutan. In Kambodscha sowie in vielen Nachbarländern sind Rambutan ein sehr beliebter Snack und auch wir hatten einen Beutel der Früchtchen während unserer ersten Erkundung von Angkor Wat dabei, was jedoch zu einer klebrigen Angelegenheit wurde (in dem Fall ist es immer gut, feuchte Tücher dabei zu haben). Ihr könnt Rambutan zwar mit den Fingern öffnen, doch leichter und unklebriger geht’s mit einem kleinen scharfen Messer, mit dem ihr die Frucht rundherum leicht einschneidet und herausdrückt. Das Innere könnt ihr entweder von dem kleinen ovalen Kern abknabbern oder die ganze Kugel verpeisen und den Kern ausspucken.


Rambutans gehören übrigens zur selben Familie wie Litchis und Longans, der so schön genannten „Seifenbaumgewächse“. Anders als bei Longans ist ihr Fruchtfleisch jedoch zum Beispiel etwas fester und creme-weiß statt fast durchsichtig. Neben dem vor allem süßen Geschmack, haben die Früchte auch herbe und säuerliche Noten, die ihr bei den eingelegten Exemplaren aus der Dose jedoch nicht mehr schmecken könnt. Greift also lieber zu den frischen Früchtchen, wenn ihr sie mal im Asialaden entdeckt! Die frischesten Exemplare haben eine recht kräftige rote oder grünliche Farbe, die weichen Stacheln sind saftig grün. Rambutans, die etwas älter sind, verlieren ihre Farbe und die flauschigen Härchen werden trocken und stumpf.


Die hübschen Früchte sind reich an Vitamin C und Kalzium und wachsen auf bis zu zehn Meter hohen Bäumen in vielen Ländern Südost- und Ostasiens aber auch auf anderen Kontinenten in Äquatornähe. Außer sie direkt frisch pur zu genießen, könnt ihr das Fruchtfleisch der Rambutans auch abschneiden und exotische Törtchen, Desserts oder Drinks damit aufwerten. Das süß-säuerliche Aroma passt aber auch super zu herzhaften Salaten – probiert zum Beispiel mal einen sommerlichen Salat mit Rucola, Rambutan, gebratenen Zucchini und gerösteten Mandeln!